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Interview mit Lincoln Electric - Cutting Solutions

Interview mit Lincoln Electric - Cutting Solutions

20/12/2016 | Allemagne

Interview auf der EuroBLECH 2016 mit dem Herrn Schellenberg, Regional Sales Representative DACH.

Die Cutting Solutions der Lincoln Electric Gruppe über ihr Entstehen sowie ihre neuen Produkte.

Metal-Interface: Vielen Dank, dass Sie die Zeit für ein Interview gefunden haben!

Lincoln Electric: Kein Thema. Sehr schön!

Metal-Interface: Um zu beginnen, würde ich Sie erstmals um eine kleine Unternehmenspräsentation bitten.

Lincoln Electric: Die Lincoln Electric – Cutting Solutions – Cutting Solutions ist eigentlich aus Burny Kaliburn entstanden. Der Dachname Lincoln Electric ist eigentlich einer der größten Schweißzusatzwerkstoffe- und  Gerätetechnikhersteller. Das ist ein amerikanisches Unternehmen. Man hat in den USA eine Automation Groupe gegründet und mit der Automation Groupe steht natürlich dann auch die Cutting Solutions. Wie ich am Anfang einleitend sagte, ist die Cutting Solution aus den Firmen Burny und Kaliburn entstanden. Burny ist der Steuerungshersteller und Kaliburn sind die Stromquellen und Schneidbrenner und Verschleißteile.

Metal-Interface: Welche Kundengruppe bedienen Sie mit Ihren Produkten?

Lincoln Electric: Wir gehen komplett durch den Markt. Wir haben OEM-Kunden, wir haben Endkunden, wir haben die Distribution. Das bedeutet, wir haben Produkte, teilweise im Branded Label in der Distribution, in den OEMs und viele Händler im Ausland. Auch in Deutschland haben wir einige Endkunden, große Stahlhändler. Wir wollen, wie ich auch schon anfangs gesagt habe, unter dem Namen Lincoln Electric dadurch noch mehr in den Markt einschreiten. Wir werden nicht an den Großen ankratzen, das wissen wir auch, aber wir möchten uns, unter dem Dachnamen Lincoln Electric, behaupten.

Metal-Interface: Haben Sie jetzt nur Vertriebe in Deutschland oder auch weltweit?

Lincoln Electric: Wir haben unseren Standort, unseren Head Quarter für die europäische Region inklusive Indien und Australien in Bad König. Ich persönlich bin für die DACHregion zuständig, das heißt Deutschland, Österreich und Schweiz. Und wir haben noch einen Verkäufer, der den Rest in Europa macht. Das Head Quarter ist in Amerika in Cleveland. Wir haben auch Niederlassungen in Asien und Südamerika.

Metal-Interface: Also ein großes Unternehmen.

Lincoln Electric: Eigentlich ja. International sind wir. In Bad König sind wir 12 Mann und machen von da aus mit 4 Technikern, 3 Innendienstlern/Buchhaltern, 2 Verkäufern, Einkauf, Marketing alles für diese Region.

Metal-Interface: Haben Sie denn Produktneuheiten, die Sie hier vorstellen?

Lincoln Electric: Als Produktneuheit haben wir eigentlich den Torchmate Tisch, den 4400 und den 4800 und natürlich die LINC-Cut. Das sind beides zwei Produkte. Mit diesen beiden Tischen wollen wir Händler, kleine Metallbauer, vielleicht auch Endkunden, Schulen und Instandhaltungsbetriebe erreichen, aber auch Stahlhändler. Das hat sich jetzt auf der Messe auch rausgegeben, da auch Stahlhändler bei uns waren, die sich für den kleinen LINC-Cut Tisch interessiert haben. Es waren auch Kunden da, die einen Laser bereits besitzen und sagen: Wir wollen Schwarz und Weiß immer noch getrennt lassen. Wir wollen sie auf die Laser drauf tun, aber wir geben das schwarze Material zum Lohnfertiger raus und mit diesen Preisen und diesem Know-how der Maschinen, könnten wir eigentlich auch den Lohnfertiger außen vor lassen. Meistens sind es auch Sachen, die von heute auf Morgen geschehen müssen und der Lohnfertiger, der schiebt das teilweise nicht vor. Solche Kunden wollen wir damit ansprechen. Wir hatten bis jetzt eine sehr, sehr gute Messe.

Metal-Interface: Bezüglich des neuen Geschäftsjahres: Haben Sie da bestimmte Ziele, die Sie anstreben?

Lincoln Electric: Wir haben jetzt, auf Grund der EuroBLECH, die Türen aufgeschlagen für unsere zwei neuen Produkte und wir werden das ganze nächste Jahr an der Abarbeitung arbeiten müssen. Wir wollen natürlich auch noch die Märkte weiter erweitern. Bei der nächsten Messe, der Schweiß und Schneiden, werden wir auch wieder einen Gemeinschaftsstand mit Lincoln Electric - Lincoln Automation - haben und da werden noch andere Produkte mitpräsentiert, die auch für den europäischen Markt bestimmt werden sollen.

Metal-Interface: In Bezug auf Ihre Mitbewerber, was würden Sie sagen unterscheidet Sie von Ihren Mitbewerbern?

Lincoln Electric: Es hat ja jeder so sein Klientel. Wir haben bewusst solche Themen ausgesucht, mit denen wir keinem oder anderen Mitbewerber gar nicht wehtun können. Wenn ich jetzt die großen OEMs sehe, die im Markt sind, haben die teilweise gar nicht diese kleinen Produkte. Es gibt noch so ein, zwei, drei Unternehmen, die ähnliche Produkte haben, aber wir haben durch diese Historie Burny Kaliburn jetzt ein komplettes Package. Wir liefern also alles. Wir liefern die Schneidstromquelle, wir liefern den Tisch und wir liefern die Steuerung. Der Wettbewerb hat das, in dem Sinne, teilweise nicht. Sie haben dann ein Fremdfabrikat dran, sie bauen vielleicht nur den Tisch selbst und kaufen sich auch eine Steuerung extra dazu. Wir können alles in einem gemeinsam liefern und auch den Service aufrechterhalten.

Metal-Interface: Würden Sie das also als Ihren Wettbewerbsvorteil sehen?

Lincoln Electric: Ein Wettbewerbsvorteil ist es durchaus, dass das alles aus einer Hand kommt.

Metal-Interface: Dann könnte man ja auch sagen, dass das Thema Wartung und Problemstellungen hier direkt gelöst wird.

Lincoln Electric: In dem Sinne, ja. Auch im Zeitalter des Internets muss man sagen, wenn jetzt mit der Steuerung was sein sollte, können wir uns auf jede Steuerung im Hintergrund einwählen und können vor Ort mit dem Kunden per TeamViewer kommunizieren. Ich war schon 2 – 3-mal virtuell in Indien mit oder in Südafrika und wir haben dort, virtuell gesehen, Maschinen repariert. Das ist natürlich ein sehr, sehr großer Vorteil, den man da jetzt hat. Von der Maschinenseite und der  Stromquelle ist es dasselbe.

Metal-Interface: Haben Sie möglicherweise noch etwas hinzuzufügen?

Lincoln Electric: Sie können sich gern auf unserer Website über unsere Produkte kundig machen. Wir würden uns über Anfragen und Diskussionen freuen. Auch würden wir uns freuen, wenn ehemalige Burny Kunden sich auch wieder bei uns melden würden, weil wir einige nicht mehr in der Kartei haben. Wir haben auch andere Neuheiten oder Features, die wir Ihnen zeigen könnten. Sie können gerne auf uns zu kommen und gerne mit uns reden.

Metal-Interface: Dann danke ich Ihnen für das Interview!

Lincoln Electric: Ich danke Ihnen auch.