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Interview mit dem Unternehmen Maximator JET GmbH

Interview mit dem Unternehmen Maximator JET GmbH

20/12/2016 | Allemagne

Interview auf der EuroBLECH mit Herrn Anders, Geschäftsführer.

Maximator Jet GmbH stellt ihre neue MicroCut V2.1 und deren zahlreichen Vorteile vor!

Metal-Interface: Herr Anders, ich danke Ihnen für die Möglichkeit ein Interview mit Ihnen zu führen!

Maximator Jet: Gerne!

Metal-Interface: Zunächst einmal würde ich Sie bitten kurz Ihr Unternehmen vorzustellen.

Maximator Jet: Die Maximator JET GmbH ist ein innovatives Unternehmen, dass seit 1999, im Bereich der High-Performance, Wasserstrahlschneidanlagen entwickelt und herstellt. Unsere Produkte werden in zahlreichen Industriesektoren eingesetzt, darunter beispielsweise die Automobil- und Zulieferindustrie, die Flugzeug- und Raumfahrtindustrie aber auch der klassische Maschinenbau. Unseren Hauptsitz haben wir in der Industriestadt Schweinfurt in Deutschland, agieren aber auch europaweit durch eigene Filialen oder durch Zwischenhändler. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz, sind auch Länder wie England, Frankreich und Norwegen aber auch teilweise Osteuropa von hohem Interesse für uns.

Metal-Interface: Wie setzt sich Ihre Unternehmensgröße zusammen?

Maximator Jet: Zurzeit umfasst das Unternehmen 12 Personen. Mit unseren Produkten können wir dabei einen jährlichen Umsatz von 4,08 Millionen Euro erwirtschaften.

Metal-Interface: Haben Sie möglicherweise ein neues Produkt oder eine Weiterentwicklung, die Sie vorstellen können?

Maximator Jet: Durch die verstärkte Nachfrage in der Medizintechnik haben wir unser geschlossenes Präzisions-Micowasserstrahlschneidsystem MicroCut weiterentwickelt. Die MicroCut V2.1 präsentieren wir dieses Jahr auch hier auf der EuroBLECH in Hannover, bei der die Schneidanlage für den Preis „Award zur EuroBLECH“ in der Kategorie Trenntechnik nominiert wurde und den dritten Platz  einnehmen durfte! Die MicroCut V2.1 eignet sich besonders für die Herstellung von Implantaten in
der Medizintechnik. Durch ein direktes Messsystem, das aus einem schwingungsarmen Granitgestell und hochdynamischen Linearmotorantrieben besteht, sind hohe Genauigkeiten bis zu ± 0,001 mm am Strahl realisierbar. Dadurch sind noch präzisere Teile produzierbar. Abgerundet wird dies mit einem variablen Hochpräzisions-Spannrahmen.

Metal-Interface: Ergeben sich dadurch bestimmte Vorteile für den Kunden bei der Nutzung der MicroCut V2.1?

Maximator Jet: Die Vorteile für unsere Kunden sind vielfältig. Dadurch, dass die Anlage komplett gekapselt ist und der Abrasivmittelbehälter im Maschinengestell integriert ist, verschafft es Platz in der Peripherie der Anlage. Das Standard-Lichtschranksystem und der Standard-Abrasivmittelbehälter nehmen nicht unnötig Platz ein und ermöglichen kompakte Außenabmessungen der Anlage. Die MicroCut V2.1 wurde des Weiteren mit einer Automatiktür versehen, durch die kein Sprühnebel in die nähere Umgebung der Anlage gelangen kann. Umliegende Anlagen werden dadurch vor Wasser und vor Korrosion geschützt. Verglichen mit herkömmlichen Schneidanlagen können mit unserer MicroCut
V2.1 überaus filigrane und hochfunktionelle Bauteile Material übergreifend gefertigt werden. Zudem haben wir unsere SmartCut-Software mit integriert, die bedeutende Material-, Zeit- und  Personalersparnisse ermöglicht.
Ergänzend dazu bieten und empfehlen wir auch die passende Hochdruckpumpe aus unserem Sortiment, beispielsweise die ECOTRON.

Metal-Interface: Worin liegt, Ihrer Meinung nach, der bedeutende Unterschied zu Ihren Mitbewerbern?

Maximator Jet: Im Bereich der Micro-Wasserstrahlschneidtechnologie gibt es sehr wenige Hersteller. Bei unserer MicroCut V2.1 beispielsweise haben Sie, neben all den genannten Vorteilen, die nicht jeder Hersteller in diesem Sektor anbieten kann, auch die Möglichkeit die Anlage aufzurüsten und dadurch Ihren Bedürfnissen anzupassen. Kunden können unter anderem ein optionales Drehhalter
Schneidventil wählen, das Fasenschnitte bis zu 45 ° ermöglicht. Des Weiteren lassen wir unsere Kunden nach Kauf eines unserer Produkte nicht alleine! Unsere Maschinen werden von hauseigenen Technikern aufgestellt und in Betrieb genommen. Dabei erhalten auch alle Anlagenbediener eine Schulung über drei Tage im Wasserstrahlschneidzentrum in Schweinfurt.

Metal-Interface: Welche Fragen sind Ihrer Meinung nach bei der Wahl einer geeigneten Wasserstrahlschneidanlage zu stellen?

Maximator Jet: Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, welche Anforderungen vom Kunden gestellt werden. Wir erfragen dabei gewisse Eckdaten der Anwendung, um ein geeignetes Wasserstrahlschneidsystem empfehlen zu können. Kunden möchten mit den Anlagen bestimmtes Material schneiden und dabei einen gewissen Materialdickenbereich abdecken. Deshalb sind dies Fragen, die bereits am Anfang gestellt werden. Des Weiteren sind auch die maximalen Abmessungen des Rohmaterials, die dabei verwendet werden, zu erfragen. Je nachdem was geschnitten werden soll, kommt auch entweder die 2D- oder die 3D-Schneidtechnologie zum Einsatz. Zudem ist es möglich eine Anlage ein- oder mehrschichtig einzusetzen. Dies alles sind Kriterien, die bei der Wahl einer geeigneten Anlage essenziell sind.

Metal-Interface: Können Sie ein klassisches Problem der Wasserstrahlschneidtechnologie nennen,
das vermehrt auftritt? Wie kann dies gelöst werden?

Maximator Jet: Beim Wasserstrahlschneiden treten häufig Winkelfehler an der Schnittkante des Materials auf. Je nachdem, mit welcher Geschwindigkeit geschnitten wird und welche Dicke das zu schneidende Material aufweist, sind Winkelfehler in unterschiedlicher Stärke möglich. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, kann die 3D-Technologie genutzt werden, die es ermöglicht den  Schnittwinkelfehler im Gutteil zu kompensieren und dadurch eine gerade Schnittkante zu erzielen.

Metal-Interface: Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und den Einblick in Ihr Unternehmen!