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Crimpen

Crimpen ist das mechanische Zusammenfügen zweier Elemente ohne den Gebrauch von Schweißen, Kleben oder Gewindebohren: die 2 Bleche werden gebogen oder gerollt um sie ineinander zu fügen. Danach reicht es die Ränder einzuschlagen um eine dichte Versiegelung zu erhalten. Der umgeschlagene Rand des Blechs heißt Hülle und das auf das es umgeschlagen ist heißt Belag/Umverpackung.

Das Verfahren des Crimpens beinhaltet im Allgemeinen 3 Teile: das Abkanten der Ränder, die Vormontage und die Montage. Das Abkanten der Ränder besteht darin die Kanten des Blechs um 90° zu biegen. Danach stellt man die Hülle für den Belag her, danach die Vormontage, die einen Biegewnikel des Blechs von 135° besitzt. Schließlich wird durch ein Crimpwerkzeug die Hülse auf den Belag umgeklappt.

 Man unterscheidet zwischen 3 verschiedenen Crimparten:

 

  • Flachcrimpen: erlaubt eine feste Verbindung

  • Tropfwassercrimpen: hierbei ist der Belag fragiler was die Widerstandsfähigkeit angeht, jedoch auch esthetischer

  • Rautencrimpen: verhindert die gebogene Zone zu beschädigen wenn das verwendete Material eine Aluminiumlegierung ist. Die gebogene Stelle wird nicht durch die Crimpklinge zerquetscht, die Kunststoffdeformationen sind schwächer als beim Flachcrimpen und mindert das Risiko von Risse.

 

Vorteile des Crimpens:

-Sicherheit (kein Aufheizen)

-Schnelligkeit

-keine thermische Verformung

-ökonomisch (kein Verbrauchsmaterial)

 

Nachteile:

-Die gecrimpten Ränder sind weniger resistent als eine geschweißte Verbindung.